Tätigkeiten

Tätigkeiten

Um die allgemeinen und spezifischen Ziele des Projekts zu erreichen, sind folgende Haupttätigkeiten im Projekt vorgesehen: 

5 FALLSTUDIEN – ANGEWANDTE FORSCHUNG

In fünf verschiedenen Fallstudien in Ungarn, Polen, Holland, Dänemark und der Schweiz entwickelt und erforscht das Projektkonsortium verschiedene Optionen zur Verbesserung bestehender Aquakulturfarmen hinsichtlich Produktdiversifizierung, Qualitätsverbesserung und Prozessoptimierung. Jede Fallstudie repräsentiert eine der wichtigsten europäischen Aquakultur-Fischarten.

Das Forschungsteam hat zum Ziel, die höchst effizienten Nährstoffmanagementprinzipien von natürlichen Systemen auf wettbewerbsfähige Aquakultursysteme zu übertragen. Ein Beispiel ist der Einsatz von organischem Restmaterial für die zusätzliche Produktion von Schalentieren, Algen oder Pflanzen für verschiedene industrielle Anwendungen. Diese optimierte Nahrungskette reduziert die Abwasserproduktion nahezu auf Null, verhindert die Notwendigkeit teurer Abwasserbehandlungstechnologien und senkt letzten Endes die Gesamtkosten. Diese Grundsätze werden in verschiedenen extensiven, halbintensiven und intensiven Aquakultursystemen getestet.

Da “Gesundheit” und “Geschmack” wichtige Kriterien für die Verbraucher sind, führt das Projektkonsortium verschiedene sensorische und analytische Tests durch, um zu vergleichen, inwiefern die nachhaltigen Bewirtschaftungsansätze einen positiven Einfluss auf die Qualität der Fischprodukte haben.

ÜBERTRAGBARKEIT

Die Evaluierung der Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf andere Europäische Aquakulturfarmen wird die praktische Anwendung und das Potential von SustainAqua belegen.

AUSBILDUNG EUROPÄISCHER AQUAKULTURFARMER

Das Projektkonsortium sieht die Schulung von mehr als 10.000 Aquakulturfarmern im Rahmen von Workshops und E-Learning-Seminaren vor. Spezielles Trainingsmaterial wird in zehn verschieden Sprachen entwickelt.

ANLEITUNG ZUR PRAKTISCHEN ANWENDUNG

Das Konsortium wird ein Handbuch zur praktischen Anwendung für Europäische Aquakulturfarmer entwickeln. Diese wird Markt-  und Rechtsspezifische Anforderungen enthalten, Auskunft über Vorteile, Risiken und Kosten der verschiedenen Forschungsmodule geben, technische Informationen sowie Informationen über messbare Erfolgskriterien und Parameter einsehbar machen, Informationen zu Verhaltenskodexen und nachhaltigen Qualitätsstandards erteilen, und Vorschläge zur Vorbereitung auf kommende Umwelt- und Gesundheitsgesetze als auch auf kommende Kundenansprüche beinhalten.

KONTAKTPUNKTE/BERATUNGSPLATTFORMEN

Jeder teilnehmende Industrieverband wird regionale Kontaktpunkte als individuelle Beratungsstellen für Aquakulturfarmer einrichten.
 

AKTIVITÄTEN ZUR VERBREITUNG DES ERHALTENEN WISSENS

Das Konsortium wird Ergebnisse des Projekts in verschieden Workshops, auf Konferenzen, in Nachrichtenbriefen und Fachzeitschriften als auch über die SustainAqua Internetseite präsentieren. Zusätzlich werden potenzielle Kunden, verwandte Projekte und andere Akteure kontaktiert, um Gruppenaktivitäten zu unterstützen.

WISSENSCHAFTLICHE UNTERSTÜTZUNG DES VERHALTENSKODEX’ UND WEITERER FORSCHUNGSARBEITEN

Das Forschungsteam wird auf wissenschaftlicher Ebene zur europaweit diskutierten Entwicklung nachhaltiger Qualitätsstandards für Süßwasseraquakulturen beitragen. Darüber hinaus wird SustainAqua einen großen Beitrag zur Anwendung und Einhaltung des Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Fischereien (FAO) und für Europäische Aquakultur (FEAP) leisten, da sich das Projekt ähnlichen Zielen verschreibt, wie z.B. Wasserverbrauch und -qualität, Lebensmittel, Fütterung, Produktqualität und -diversifizierung. Ausgehend von den Forschungsergebnissen wird das Konsortium Vorschläge für weitere notwendige Forschungsschritte machen.

mehr lesen...